ChronikDas Tambour- und Fanfarenkorps Spielfreunde Uerdingen wurden als eigenständiger Spielmannszug im Jahre 1927 aus dem Trommlerkorps Uerdingen in der Rheinstadt Uerdingen gegründet. Aus kleinsten Anfängen gelang es dem damaligen Tambourmajor Heinrich Vogels einen Spielmannszug zu bilden, der sich schnell einen Namen in Spielmannskreisen machte.
Jedoch sorgte der Zweite Weltkrieg, wie auch bei vielen anderen Vereinen, für eine Zwangspause des Spielgeschehens, sowie für schmerzliche Verluste in den eigenen Reihen. Deshalb setzten sich schon direkt nach dem Krieg einige Unentwegte zusammen und begannen damit, den Verein wieder aufleben zu lassen und ihn zur alten Stärke zurück zu führen.
So wurde anfang der 1950er Jahre Heinz Gompertz Nachfolger des Tambourmajors Heinrich Vogels. In den späten 50er Jahren wurde Jugendlichen erstmals die Möglichkeit der Ausbildung geboten, da zuvor nur volljährige Männer dem Verein beitreten konnten. Dies war der Start eines kontinuierlichen Neuaufbaus und Beginn der Blütezeit der Spielfreunde Uerdingen. Wesentlichen Anteil daran hatte Josef Segermann, der 1962 Heinz Gompertz als Tambourmajor ablöste. Es wurde ein guter starker Klangkörper aufgebaut, was sich in vielen Sonder- und Ehrenpreisen, die die Spielfreunde bei musikalischen Wettstreiten errangen, wieder spiegelt. Höhepunkt waren eine Silber- und Bronzemedaille beim Weltmusikfest in Kerkrade/Holland (Weltmeisterschaften 1966 und 1970).
Das Tambour- und Fanfarenkorps bildete von 1971 bis 1981 den Regimentsspielmannszug der Kölner Prinzen-Garde Köln. Danach, von 1986 bis 1990, sowie von 1992 bis 1997, übernahmen sie diesen Part im Krefelder Karneval als Regimentspielmannszug der Prinzengarde Krefeld. Josef Segermann trat 1985, nach 23 Jahren, sein Amt als Tambourmajor an seinen Sohn Lothar ab, der widerum 1988, aus gesundheitlichen Gründen, von Michael Müller abgelöst wurde.
Allerdings lief es bei den Spielfreunden nicht immer gut ab. So musste man sich 1994 nach einem neuen Vereinsheim umsehen, da das Alte dem Feuer zum Opfer fiel. Grund hierfür waren Kinder, die auf dem Dachboden des Vereinsheimes mit Feuer rumspielten. Beim Brand selber wurde glücklicher Weise keiner verletzt. Ihr neues Vereinheims wurde dann nach sieben Monaten harter Arbeit auf der Hohenbudbergerstraße in Uerdingen bezogen.
Nach dem Rücktritt Michael Müllers 1997 übernahm Andreas Schleiken das Amt des Tambourmajors, der dies bis zum heutigen Tage ausübt.
Seit der Session 1999/2000 bilden die Spielfreunde wieder den Regimentsspielmannszug der Prinze-Garde der Stadt Köln, womit sie auch weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt bekannt sind.